Histoprim - Geschichtsunterricht Online
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Die Entstehung Nazideutschlands

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Wie es zum Ausbruch des 2. Weltkrieges kam

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Die Zeit vor dem 1. September 1939

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Luxemburg zwischen dem 1. September 1939 und dem 10. Mai 1940

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Der 10. Mai 1940

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Die Flucht der Grossherrzogin und der Regierung

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Luxemburg unter der deutschen Militärverwaltung

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Luxemburg nach dem Ende des 2. Weltkrieges

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5. Der 10. Mai 1940

Am 10. Mai 1940 war es soweit. Wegen der sich häufenden Ereignissen, kam um 3.15 Uhr der Befehl die Stahltüren entlang der deutschen Grenze zu schließen.

Schon gegen 0 Uhr waren Sonderkommandos, in Zivil gekleidet, im Einsatz. Als erstes wurde versucht die Nachrichtenverbindungen Luxemburgs mit Frankreich zu kappen. Während die Sonderkommandos aus Deutschland herüberkamen, bestand der Stoßtrupp Lützelburg aus Reichsdeutschen die in Luxemburg wohnten. Diese deutschen Einheiten sollten verhindern, dass eventuell Brücken gesprengt wurden und daß die Stahlpforten gesperrt wurden. Durch diese Vorkomnisse gewarnt begab sich die großherzogliche Familie aus dem Schloß Berg nach Luxemburg ins Palais. Die Aufgaben der Sonderkommandos mißlangen zum größten Teil, da die Stahlpforten, bis auf eine Ausnahme, Ehnen-Lenningen, geschlossen werden konnten. Ab 4:35Uhr drangen die deutschen Truppen in Luxemburg ein. Die Mosel wurde überquert, sowie die Schusterlinie durchbrochen. Die Deutschen stießen nicht auf bewaffneten Widerstand da die Luxemburger Freiwilligenkompagnie in der Kaserne blieb. In der Tat, jeder bewaffnete Widerstand wäre, ob der Stärke des Gegners, militärisch gesehen, sinnlos gewesen. Die Hauptstadt wurde in den frühen Morgenstunden besetzt. Deutsche Panzerdivisionen durchquerten auf dem Weg nach Belgien das Land. Gegen 5 Uhr landeten deutsche Flugzeuge, die "Fieselerstörche", im Süden des Landes, damit Spezialeinheiten die wichtigsten Straßenkreuzungen im Süden einnehmen konnten.

Gegen 8 Uhr überschritt die 3. französische Kavalleriedivision die Grenze. Die luxemburgische Bevölkerung in Esch und Rümelingen war begeistert, weil sie auf einen französischen Sieg hoffte. Die ersten Zusammenstöße richteten große Schäden in den größeren Orten der Minettegegend an. Die französischen Truppen konnten jedoch die von den Deutschen gesicherten Straßenkreuzungen nicht einnehmen und zogen sich nach kurzen sporadischen Kämpfen hinter die Maginotlinie zurück.

Am Abend des 10. Mai war fast das ganze Großherzogtum militärisch in der Hand der Deutschen. Nur der Süden des Landes war noch nicht ganz besetzt. Am 12. Mai war ganz Luxemburg, bis auf wenige Quadratkilometer im Umkreis von Rümelingen besetzt.

Beim Einmarsch der deutschen Truppen in Luxemburg am 10. Mai 1940, mußte die Bevölkerung des Kantons Esch wegen der bevorstehenden Kampfhandlungen evakuiert werden. Fast 90000 Personen mußten ihre Wohnungen verlassen. 47000 marschierten nach Süden um sich in Frankreich hinter die Maginotlinie in Sicherheit zu bringen. Weitere 45000 flüchteten ins Zentrum und in den Norden Luxemburgs. Die Leute die nach Frankreich evakuiert wurden gingen normalerweise zu Fuß bis zum nächsten Bahnhof und bestiegen dann den Zug, der sie nach Frankreich führte. Verängstigte Kinder, Frauen und Männer mit rasch zusammengestelltem Gepäck, zogen so ab dem 11. Mai 1940 in überfüllten Zügen nach Süden. Zu den rund 47000 evakuierten Luxemburger reihten sich 2 Millionen Belgier und 4 Millionen Franzosen hinzu. Die Grenze der Aufnahmefähigkeit Frankreichs war somit bald erreicht. Einzelne Präfekten ließen ihre überfüllten Departements für Flüchtlinge sperren.

Des weiteren wurden die Luxemburger Evakuierten von Schreckensnachrichten über ausgebrannte Städte in Luxemburg beunruhigt. In Süd- und Mittelfrankreich, in den Departements Saône-et-Loire, Côte d'Or, Loire, und Hérault fanden sie eine provisorische neue Heimat. Schlußendlich kam die entmutigende Nachricht der Kapitulation Frankreichs hinzu. So warteten die Luxemburger angespannt und entmutigt auf ihre Heimkehr. Im allgemeinen wurden die Luxemburger, unter den entsprechenden Umständen, gut von der französischen Bevölkerung aufgenommen. Zahlreiche lebenslange Freundschaften wurden aufgebaut.


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