Histoprim - Geschichtsunterricht Online
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Wie es zum Ausbruch des 2. Weltkrieges kam

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Die Zeit vor dem 1. September 1939

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Luxemburg zwischen dem 1. September 1939 und dem 10. Mai 1940

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Der 10. Mai 1940

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Die Flucht der Grossherrzogin und der Regierung

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Luxemburg unter der deutschen Militärverwaltung

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Das Leiden der jüdischen Bevölkerung unter dem Nazijoch

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Die Luxemburger Regierung im Exil

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Die Rundstedtoffensive

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Luxemburg nach dem Ende des 2. Weltkrieges

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16. Die Rundstedtoffensive

Unglaubliches passierte am 16. Dezember 1944. Die Deutschen griffen wieder an und überrannten die amerikanischen Truppen in Luxemburg. Unter Generalfeldmarschall von Rundstedt griffen die Deutschen mit einer Stärke von rund 240000 Soldaten die amerikanischen Truppen mit einer Stärke von etwa 83000 Mann in den Ardennen an. Ihr Ziel war es die Front zu durchbrechen und bis zum großen Umschlageplatz Antwerpen zu gelangen. Wäre dieser Plan gelungen so wäre nicht nur dieser große Hafen mit all seinen Gütern den Deutschen in die Hände gefallen. Es wäre ihnen sogar gelungen die alliierten Truppen zu trennen und das englische Armeekommando in Holland zu isolieren.

Anfangs war der Himmel den Deutschen hold. Flugzeuge konnten durch das schlechte Wetter nicht aufsteigen, was die Deutschen begünstigte. Am ersten Tag der Offensive brach Panik aus. Überall wollte man die Deutschen schon gesehen haben. Vor allem hatte die Bevölkerung Angst vor den Fallschirmjägern, sowie der 5. Kolonne. Deutsche Truppen waren in amerikanischen Uniformen hinter den Frontlinien aufgetaucht und sähten Verwirrung. Wurden die Öslinger 1940 bei den Kriegswirren weitgehend verschont, so traf sie jetzt das ganze Ausmaß des Krieges. Aus dem Moselgebiet, sowie dem Ösling wurden die Leute evakuiert, in die anfangs selbst unsichere Luxemburg-Stadt. Mitten im Winter machten sich viele Zivilisten in aller Eile auf den beschwerlichen Weg nach Süden, voller Ungewißheit um das Schicksal ihrer Häuser. Schlimmer noch war das Los der im Ösling zurückgebliebenen. Die Deutschen waren zurückgekehrt, vor allem die Gestapo, die, gut informiert über die deutschfeindliche Haltung der Bevölkerung ihren Rachegefühlen vollen Lauf lassen konnte. Luxemburger Patrioten und Refraktäre wurden nun wieder verfolgt, verhaftet, gefoltert und verschleppt.

In den ersten Tagen der Offensive wurde im Norden Luxemburgs heftig gekämpft, da die Amerikaner sich verbissen verteidigten. Schließlich mußten sich die alliierten Divisionen der Übermacht der Deutschen beugen. Sie konnten sich entweder zurückziehen, wurden aufgerieben oder gerieten in Gefangenschaft. Heftig gekämpft wurde auch im Osten Luxemburgs, in der Umgebung von Echternach, wo sich die Amerikaner eingeigelt hatten.

Die Amerikaner reagierten jedoch entschlossen. Patton führte das nötige Kriegsmaterial zum Aufhalten der Deutschen heran. Panzer und motorisierte Artellerie durchlief die Straßen Luxemburgs und gab der Bevölkerung neues Vertrauen. Patton selbst wählte seinen Sitz in Luxemburg-Stadt, von wo aus er seine Armee befehligte. Am 23. Dezember klarte der Himmel auf. Fliegende alliierte Bomber überquerten nun das Land um die deutschen Nachschubwege zu bombardieren. Diekirch und Ettelbrück wurden erneut eingenommen. Bastogne konnte gehalten werden. Nachdem der deutsche Einkesselungsring um Bastogne gesprengt worden war, wurden die Deutschen allmählich aus ihren gewonnenen Gebieten, die bis fast nach Dinant reichten zurückgedrängt. Nach erbitterten Rückzugsgefechten, bei denen viele Luxemburger Dörfer zerstört wurden, waren am 25. Januar 1945 Weiswampach, Heinerscheid und Fischbach wieder in amerikanischer Hand. Die Höhenzüge um Hosingen wurden am 28. Januar 1945 befreit. Nun blieb noch das Ourtal zu befreien. Bei Kalborn konnte am 8. Februar 1945 ein Brückenkopf errichtet werden, über welchen die Amerikaner den Deutschen nachsetzten.

Die amerikanischen Truppen stießen nun über die deutsche Grenze vor. Trier wurde im März eingenommen, ebenso wie Koblenz und Köln. Die deutsche Gegenwehr war zusammengebrochen. Luxemburg war vor nun den Deutschen sicher. Am 13. April 1945 landete die Großherzogin auf dem Findel. Da die Amerikaner die Rückkehr erst zuließen als ein militärischer Rückschlag nicht mehr möglich war, war dies das Zeichen der entgültigen Befreiung des Landes. Im Monat April wurden die Konzentrationslager befreit. Große Genugtuung gab den Luxemburgern die Meldung von Hitlers Tod. Die Wehrmacht kapitulierte und in Luxemburg gingen Zehntausende auf die Straße um das Ende des Krieges zu feiern.


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