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Das Programm für das 5. Schuljahr ist in 5 Einheiten gegliedert: 3.1. Die Steinzeit 3.1.1. Die Altsteinzeit In dieser Einheit wird das Bild der altsteinzeitlichen Jäger- und Sammlergesellschaft gezeichnet, wie es sie gegen Ende der letzten Eiszeit in unseren Gegenden gab. Ihre Lebensweise wurde vom rauhen Klima bestimmt. Anhand von Zeichnungen lernt der Schüler das Leben dieser Menschen kennen: die Jagd, die Unterkunft, die Kleidung, die Geräte. Schon in dieser Zeit betätigte sich der Mensch künstlerisch, wie uns die Höhlenmalereien (in Frankreich, Spanien...) zeigen. 3.1.2. Die Jungsteinzeit Die Ausgrabung eines 7000 Jahre alten Dorfes bei Remerschen belegt den Wandel in der Lebensweise der Menschen. Aus Jägern und Sammlern waren Ackerbauern und Viehzüchter geworden. Die Einheit behandelt u.a. die Herstellung von Lehmgefäßen, das Spinnen und Weben von Flachs und Schafwolle, den Wandel in der Art und der Herstellung der Geräte.... Eine Übergangsseite handelt von der Verarbeitung der ersten Metalle. 3.2. Treverer und Römer 3.2.1. Die gallische Zeit Ausgehend von Funden (Titelberg und Goeblingen) wird die Zeit der Kelten erarbeitet. Auf dem Titelberg erhob sich damals ein Oppidum mit einer mächtigen Ringmauer. Dort lebten Handwerker, die Spezialisten der Metallverarbeitung waren. Auch Münzen wurden geprägt. Das Grab eines treverischen Adligen bei Küntzig verschafft den Schülern Einblick in den Totenkult und in die religiösen Vorstellungen der Treverer. 3.2.2. Die gallorömische Zeit Die Einheit geht aus von Ricciacum, der gallorömischen Straßenstation südlich des heutigen Dalheim, wo zahlreiche Handwerker gelebt haben. Die Villa rustica von Goeblingen verschafft Einblick in das Leben der ländlichen Grundbesitzer. Die Oberschicht wohnte in weitläufigen Palästen (Beispiel: Echternach). Kleidung, Schule, Götterverehrung, Totenkult und Freizeitgestaltung in der gallorömischen Zeit werden anhand von Dokumenten und Rekonstruktionen erarbeitet. Eine Karte über die Völkerwanderung leitet zur nächsten Einheit über. 3.3. Das frühe Mittelalter 3.3.1. Die Franken Grabfunde aus der Zeit nach der Völkerwanderung führen in die Einheit ein. Wie haben diese Menschen gelebt? Aus Rekonstruktionen erarbeiten die Schüler die fränkische Siedlung, ihre Lebensweise (Viehzucht, Ackerbau, Handwerk), ihr Rechtswesen und ihre Gesellschaft. Die Laurentiuskirche von Diekirch, ein Gebäude römischen Ursprungs, das im 7. Jahrhundert zur Kirche umgebaut wurde, dokumentiert die Bekehrung der Franken zum Christentum. 3.3.2. Das Kloster von Echternach Bekehrt wurden die Franken u.a. von anglo-irischen Missionaren. Unter diesen befand sich der heilige Willibrord, der in Echternach ein Kloster gründete. Anhand von Rekonstruktionen wird das Leben und die Arbeit im Kloster behandelt. Bekannt wurde das Kloster Echternach durch die prächtigen Bibelhandschriften, die in ihrem Skriptorium hergestellt wurden. Die Schüler erfahren, wie eine solche Handschrift entstanden ist. Eine Übergangsseite behandelt das Frankenreich Karls des Großen, seine Teilung und die Wikingerüberfälle. 3.4. Burgen und Ritter Stellvertretend für die zahlreichen Burgen des Landes wird die Burg von Bourscheid behandelt. Zahlreiche Fotos und Rekonstruktionen zeigen uns, wie die einzelnen Teile der Burg im Mittelalter ausgesehen haben und welches ihre Rolle war. Die Burg war die befestigte Wohnung eines Ritters. Dieser war ein Berufskrieger, der seinem Lehnsherrn die Treue geschworen hatte. Die Rolle der Frau des Adligen, die Erziehung der Kinder, ein Fest in der Burg und die Minnesänger sind andere Themen, die in der Einheit untersucht werden. Die Übergangsseite behandelt den Ursprung der Grafschaft Luxemburg und ihre Geschichte bis zur Eroberung durch den Herzog von Burgund. 3.5. Bauern und Bürger 3.5.1. Die Bauern Die Zeichnungen des Abtes Bertels von Echternach und Bilder aus mittelalterlichen Handschriften geben den Schülern die Möglichkeit, das Leben der Bauern zu erforschen: die Arbeit, die Flur, das Dorf, das Haus, die Kleidung, die Ernährung. Schriftliche Dokumente klären die Schülern auf über den Status des hörigen Bauern, über seine Pflichten dem Herrn gegenüber und über das Rechtswesen 3.5.2. Die Bürger Ein Bild und ein Plan der Stadt Luxemburg (16. Jahrhundert) führen in die Einheit ein. Daran sollen die Schüler erkennen, was die Stadt vom Dorf unterschied. Danach wird erörtert, wie die Stadt Luxemburg sich entwickelt hat und wer darin wohnte. Die Rechte und Pflichten der Einwohner werden anhand von Ausschnitten aus dem Freiheitsbrief von 1244 untersucht. Andere Dokumente behandeln das Marktwesen und die Hospitäler. Die Übergangsseite handelt vom Beginn eines neuen Zeitalters, der Neuzeit. Exemplarisch für die Veränderungen werden die Entdeckungsfahrten und die Erfindung des Buchdrucks erörtert. Die Geschichtsgruppe wünscht viel Spaß
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