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Wir spielen einen Hexenprozess
Die Schüler eines 6. Schuljahres berichten Hexen Hexen sind nicht echt, es gibt sie nur in unserer Fantasie. Im Mittelalter glaubten die Menschen an Hexen. Viele Frauen wurden verbrannt, weil andere sie für Hexen hielten, nur weil sie sich mit Heilkräutern auskannten. Die Leute glaubten, dass sie in Kontakt mit dem Teufel standen und dass sie auf dem Besen fliegen konnten. Wenn einer krank wurde oder starb, gaben sie dieser Frau die Schuld. Wir schreiben den Text In Geschichte hatten wir einen Text über einen Hexenprozess gelesen. Dieser Text erzählt von einer älteren Frau, die im Jahre 1587 in Bourscheid zum Tode verurteilt und verbrannt wurde. Wir haben davon ein Theaterstück geschrieben. Wir waren in Gruppen eingeteilt. Die Arbeit machte sehr viel Spaß. Schließlich ist daraus ein Theaterstück geworden. Wir schrieben ungefähr 5 bis 6 Stunden lang an dem Theaterstück. Wir arbeiteten zu mehreren zusammen und wir freuten uns immer sehr darauf. Marc und Sarah schrieben zusammen den Text von Euvaldina und Charel. Sie wollten, dass Euvaldina „Merci, mäi Schatzi!“ sagte. Bei der Vorstellung wollte sie es aber nicht sagen, weil sie glaubte, sie würde ausgelacht werden. Wir proben Als das Schreiben des Drehbuchs endlich fertig war, suchten wir eine Bühne. Einige hatten bereits passende Kleider gefunden. Wir probten zuerst im Klassensaal, dann aber auf der Bühne. Manche irrten sich noch, aber es wurde immer besser. Jetzt fehlten uns nur noch die Zuschauer. Es kamen vier Klassen und die Eltern (leider mit den Schwestern). Ich brauchte zwei Stunden, um meine Axt zu basteln. Ich benötigte dazu eine Holzstange und Pappe. Zuerst zeichnete ich eine Axt in die Pappe und schnitt sie aus. Dann malte ich sie grau an. Ich befestigte die Axt mit Klebstoff an der Stange. Lampenfieber Ich zittere am ganzen Leib. Das hätte ich nie gedacht, dass ich so aufgeregt sein kann. Ich versuche mein Lampenfieber zu unterdrücken, aber es gelingt mir nicht. Ich rede mir ein: „Ich kann es, ich weiß den Text.“ So probiere ich mich selber zu beruhigen. 9.00 Uhr! Die Zuschauer betreten den Saal. Hinter der Bühne rutscht mir das Herz in die Hose. Aber als ich auf der Bühne stehe und spiele, verfliegt die Aufregung und ich finde es überhaupt nicht mehr schlimm. Sarah und Yolande waren so aufgeregt, dass sie drei Stunden lang an ihren Fingernägeln knabberten Wir hatten Angst vor den Klassen zu spielen. Vor Aufregung hatten einige ihren Text fast vergessen. Nach der ersten Vorführung ist das Lampenfieber gesunken. Am Ende waren wir sehr, sehr müde. Endlich war der Tag da, für den wir so lange geübt hatten. Ich war ein bisschen nervös, denn ich fürchtete, den Text zu vergessen und die ganze Vorstellung zu vermasseln. Opgereegt warde mir hannert der Bühn. Just d'Euvaldina saust wéi verréckt duerch de Sall a mécht eis all mëll domat. An der Hetz kucken nach e puer Schüler hieren Text no, während déi aner checken, ob hiere Kostüm och wierklech gutt sëtzt. Op eemol héiere mir d'Lina opgereegt ruffen: Si sinn do! Hannert der Bühn brécht Chaos aus. Da fänkt eisen Herold, de Yannick, u mat trommelen. D'Hex kuckt nach eng Kéier, ob alles am Kuerf ass, wat si fir déi nächst Zeen brauch. An et geet lass! Die Vorstellung Die Zuschauer betreten den Saal. Jetzt gibt's kein Zurück mehr. Die ersten Szenen laufen super. Jetzt ist es an mir, ich verspreche mich nicht. Wir haben auch nicht die Probleme wie beim Üben, als wir oft anfingen zu lachen. Die Zuschauer amüsieren sich köstlich. Am Schluss verneigen wir uns und das war die erste Vorstellung. Bei der zweiten bekamen wir mehr Applaus. Bei der Vorstellung für die Eltern ging es nicht so super, aber es fiel ihnen nicht auf. Ich finde es schade, dass es jetzt vorbei ist. Wir schauten aufgeregt in den Saal, um zu sehen, ob viele Zuschauer gekommen waren. Alle hatten wir schreckliches Lampenfieber. Manche Kinder vergaßen ihren Text und der Lehrer flüsterte ihnen den Text zu. Bei der letzten Vorstellung hatte ein Mädchen einen Zettel auf dem Rücken kleben. Alle Mütter und Väter lachten. Nur die Mutter von Marc lachte nicht, sie nahm ihm den Zettel vom Rücken. Zack, zack muss alles goen. Et gët vill Geleefs. Da kënnt schon d'Zeen 12, also déi lescht. Do muss de Flüsterer mol asetzen. Duerno lafe mir all zréck op d'Bühn a vernäipen eis. Applaus, Applaus! D'Leit klätschen all an d'Hänn. Da rifft d'Euvaldina: „Uff, endlech hu mer ët gepackt!“ An d'Zuschauer laachen, si kruten alles mat. Et ass ganz roueg am Sall. Gespaant waarden eis Zuschauer drop, dass mir ufänken. Opgereegt stinn d'Fränzy (iwwregens d'Hex) an d'Yolande hannert der Bühn. De Yannick kënnegt mat senger Trommel déi éischt Zeen un. Eise Schoulmeeschter hält den Text an der Hand a schéckt d'Meedercher op d'Bühn. Et geet lass. E puer aner Schauspieler stinn beim Schoulmeeschter a lauschteren no, wéi déi zwee hier Zeen spillen. Alles leeft gutt. Just e puermol kënnt eise Schoulmeeschter als Flüsterer an de Asaz. Mir kréie kräftegen Applaus vun de Schüler. Zum Schluss spille mir d'Theaterstéck nach virun den Elteren. Alles leeft tip-top, just an der 6. Zeen fänken op eemol e puer Kanner u mat Laachen. D'Sarah huet hannen op sengem Pullover en Ziedel gepëcht, wou dropsteet: „Kick me!“ |
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