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Lehrerinformation
Computereinsatz im GeschichtsunterrichtWas den Computer im Geschichtsunterricht angeht, so ist grundsätzlich festzuhalten, daß er nur als unterstützendes Element einzusetzen ist. In der Hand eines kompetenten Lehrers kann er zur Verbesserung der Lehr- und Lernprozesse führen. Von Nutzen kann der Computer bei folgenden Tätigkeiten sein: 1. Üben Übungssoftware dient ausschließlich der Vermittlung von Fakten. Da die Absichten des Geschichtsunterrichts aber vielschichtiger sind, sind dem Einsatz dieser Programme im Unterricht sehr enge Grenzen gesetzt. 2. Visualisieren Mit Hilfe einer CD-ROM können die Schüler z. B. einen Ausflug durch eine mittelalterliche Stadt unternehmen. Ein Mausklick liefert eine mündliche oder schriftliche Erklärung zum angeklickten Gegenstand. Eine Videosequenz zeigt, welche Rolle ein anderer Gegenstand im Leben der Einwohner gespielt hat. Tonaufnahmen führen in die damalige Musik ein. Diese Art der Einführung ins Thema bietet den Schülern unmittelbarere Erfahrungen und damit ein besseres Verständnis, als es über ein Buch möglich ist. Sie erlaubt eine wirksamere Einprägung und bewirkt gleichzeitig einen Motivationsschub. 3. Informieren Der Computer bietet den Schülern die Möglichkeit, sich Informationen zum behandelten Thema zu besorgen, sei es über CD-ROM oder im Internet. Dabei muß der Lehrer allerdings berücksichtigen, daß die Primärschüler dieser Informationsflut allein nicht Herr werden können. 4. Kommunizieren Auf der Stufe des Informationssammelns gibt es die Möglichkeit des Austauschs von Botschaften und Unterlagen über E-Mail. Partnerklassen oder Partnerschulen unterrichten sich gegenseitig über ihre Arbeit, ja sie können sogar die Arbeit unter sich aufteilen und am Ende ein gemeinsames Werk vorstellen. 5. Verfassen Die Schüler formulieren die gefundenen Informationen in ihrer eigenen Sprache. Sie schreiben ihren Beitrag in einem Textverarbeitungsprogramm und versehen ihn mit Fotos, Zeichnungen oder Statistiken. Die Arbeit am Computer, möglichst in kleinen Gruppen, erlaubt den Schülern ein selbsttätiges Vorgehen, ohne Einwirkung des Lehrers. Jede Schülergruppe arbeitet in dem ihr eigenen Tempo. Durch den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit über Internet tritt der Unterricht in eine neue Dimension ein. Der Motivationsschub, der sich daraus ergibt, kann sich nur positiv auf den Geschichtsunterricht auswirken.
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