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Lehrerinformation
Gruppenarbeit im GeschichtsunterrichtArbeit in der Gruppe dynamisiert und bereichert das Lernen. Der Schüler muss seinen Standpunkt wohl überlegen und klar artikulieren, wenn er ihn gegenüber seinen Kameraden vertreten will. So verhilft der Gedankenaustausch zu komplexerem Wissen. Je aktiver, je autonomer der Schüler in den Lernprozess eingebunden wird, desto effektiver wird sein Lernen. Ein kurzer Einstieg in das Thema wirft eine Reihe Fragen auf. Ziel dieser Einleitung ist es, das Interesse und die Neugier der Schüler anzuregen.Der Lehrer fordert sie nun auf Informationen zum Thema zu suchen und mit in die Klasse zu bringen. Die meisten Schüler werden wohl Bücher oder Zeitschriften mitbringen. Ein Video-Film, eine CD-ROM oder eine das Thema behandelnde Internetseite bereichern die Palette. Eine gründliche Vorarbeit des Lehrers ist unabdingbar. Davon hängt in weitem Maß der Erfolg der Arbeit ab. Das Thema wird in kleine, übersichtliche Gebiete aufgeteilt. Präzise Hinweise und Fragen zeigen den Schülern den Weg, wie sie die Aufgabe angehen können. Als Beispiel einige Fragen zur Altsteinzeit: - Wie gelang es den Menschen ein Tier zu erlegen, das viel schneller und stärker war als sie selbst? - Was geschah mit dem erlegten Tier? Wie verwerteten die Menschen die einzelnen Organe? - Wie verschafften sich die Menschen die dazu notwendigen Geräte? - Was aßen sie und wie bereiteten sie ihre Nahrung zu? - Wie wohnten sie? - Wie schützten sie sich vor der Kälte? Am effektivsten arbeiten Gruppen von 2 bis 3 Schülern. Unter dem vorhandenen Material suchen sie sich die für ihre Arbeit passenden Informationen heraus und ordnen sie nach dem vom Lehrer gelieferten Schema. Sie verfassen einen Text und sammeln dazu passendes Bildmaterial, Tafeln oder Tabellen. Die Arbeit der einzelnen Gruppen wird nun auf einer Wandzeitung, in einer Klassen- oder Schulzeitung oder aber auf der Internetseite der Schule veröffentlicht. Von den Schülern ausgearbeitete Rätsel zum behandelten Thema, ein Quiz vielleicht mit einer Gewinnmöglichkeit machen die Veröffentlichung attraktiv für die Leser. Diese werden aufgefordert, weiteres Material zum Thema beizusteuern. Die Schüler fühlen sich durch die Reaktionen der Leser bestätigt und werden zu weiteren ähnlichen Projekten motiviert. Eine andere Möglichkeit, die Arbeit der einzelnen Gruppen zu veröffentlichen, ist der Schülervortrag. Damit das keine lästige Pflichtübung wird, bei der der Vortragende spricht und seine Zuhörer mit Daten und Fakten bombardiert, worauf diese gähnend abschalten, muss auch dieser Vortrag sowohl vom Lehrer als auch von den vortragenden Schülern sorgfältig vorbereitet werden. Zuerst einmal muss die vortragende Gruppe bedenken, dass sie selbst gut in ihr Thema eingearbeitet ist, dass ihre Kollegen aber andere Themen behandelt haben, also nicht oder kaum eingeweiht sind. Es gilt also, diese nicht zu überfordern oder mit Aufzählungen von Namen oder Zahlen zu erschlagen. Hier einige Tips, wie die Zuhörer auf den Vortrag eingestellt werden können: - Vor dem eigentlichen Referat das Thema kurz vorstellen. - Die Gliederung vorstellen (ev. auf einer OH-Folie); immer wieder angeben, an welchem Punkt der Gliederung man gerade angelangt ist. - Langsam sprechen, kurze Pausen machen. - Zum Abschluss eines jeden Teils diesen in einem Satz zusammenfassen. - Bilder, Tabellen, Grafiken, Ausschnitte von Videofilmen einbauen. - Die Zuhörer zur Mitarbeit, zum Mitdenken auffordern. Sie sollen ihre Meinung zu einzelnen Aspekten sagen, sie bewerten. Je öfter die Schüler in Gruppen arbeiten, je öfter sie sich in Veröffentlichungen oder Referaten an ihre Mitschüler wenden, desto kompetenter werden sie, desto effektiver arbeiten sie. Wichtig ist auch, dass sie diese Unterrichtsmethoden nicht nur in Geschichte aber auch in anderen Fächern anwenden.
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