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Geschichtsdidaktik
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Arbeitsmethoden

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1. Absichten des Lernunterrichtes

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2. Lernen = Aufbau des Wissens

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3. Mit Interesse Lernen

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4. Der Aufbau des Zeit- und Geschichtsgedächtnisses

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5. Geschichtsunterricht: exemplarisch und problemorientiert

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6. Multiperspektivität

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7. Quellenarbeit

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8. Sachquellen

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9. Besichtigungen

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10. Lernort Denkmal

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11. Geschichte in Diagrammen

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12. Oral History

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13. Die Zeitleiste

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14. Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht

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15. Rollenspiele im Geschichtsunterricht

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16. Computereinsatz im Geschichtsunterricht

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17. Das spielerische Element

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Geschichtsunterricht: exemplarisch und problemorientiert



Jeder kennt ihn, den Geschichtsunterricht, der aus einer bloßen Anhäufung von Stoff besteht, der nicht richtig verstanden ist und bald wieder vergessen wird. Geschichtliches Wissen bedeutet die Memorisierung von unzähligen und unstrukturierten Einzelheiten. Das Argument, das immer wieder zu seiner Verteidigung angeführt wird, lautet: Die Schüler müssen eine Übersicht über die einzelnen geschichtlichen Perioden erhalten. Dass die Schüler weder die Motivation noch die intellektuelle Fähigkeit zu einer sinnvollen Strukturierung dieses Detailwissens haben, wird nicht berücksichtigt.

Nicht die oberflächliche Hetze durch das Programm sondern die gründliche Bearbeitung von begrenzten, überschaubaren, ausgewählten Sachverhalten bringt geschichtliches Wissen. Geschichtsbildung hat nicht derjenige, der eine Menge Details herunterrasseln kann. Viel wichtiger sind:
  - das Erlernen von Arbeitsmethoden und -techniken,
  - der Aufbau von historischen Begriffen und Kategorien,
  - der Aufbau eines Zeit- und Geschichtsbegriffes,
  - die Empfindung von persönlicher Betroffenheit gegenüber der Vergangenheit.

Diese Ziele sind ausschlaggebend für die Auswahl der Themen, die der Lehrer, ev. zusammen mit der Klasse, vornehmen muss. Dabei können sie sich von den folgenden Fragen leiten lassen:
  Von welcher Periode gibt es in der direkten Umgebung Überreste, die eine intensive und kindsgerechte Quellenarbeit möglich machen?
  Von welcher Periode fühlen die Schüler sich betroffen?
  Welches Kapitel erlaubt es, bei den Schülern geschichtliche Begriffe und Kategorien aufzubauen?
  Welche Themen garantieren eine möglichst große Methodenvielfalt?

Die emotionale Betroffenheit des Schülers zu einem bestimmten Thema führt ihn zu einer eigenständigen Auseinandersetzung damit; sie wird sozusagen zu einem Brückenschlag vom Schüler zur Vergangenheit. Er stellt sich Fragen und macht diese Fragen zu seinem eigenen Problem, das er unbedingt lösen will. Er formuliert Arbeitshypothesen und sucht sie durch weitere Beobachtungen und durch Quellenarbeit zu beweisen. Eigenes Suchen und Erforschen wird damit zur Grundlage des Geschichtsunterrichts. Dabei erwirbt der Schüler nicht nur historisches Detailwissen. Wichtiger für ihn ist das Erlernen von Methoden der geschichtlichen Forschung aber auch von allgemeinen Lern- und Arbeitstechniken. Durch Zusammenarbeit mit Partnern vergrößert er seine soziale Kompetenz und vom Umgang mit Hypothesen profitiert sein Vorstellungsvermögen.

Möglich wird dieser Unterricht nur durch eine strikte Begrenzung der Themen. Weniger ist mehr, weniger Themen bringen mehr authentisches Wissen, das der Schüler wirklich beherrscht und in seiner Wirkung über den Geschichtsunterricht hinausgeht.


Bibliographie
Ursula A. J. Becher: Chronologischer Geschichtsunterricht in: Klaus Bergmann e.a.: Handbuch der Geschichtsdidaktik Seelze-Velber, Kallmeyer'sche Verlagsbuchhandlung GmbH, 1997

Joachim Rohlfes: Exemplarischer Geschichtsunterricht in: Klaus Bergmann e.a.: Handbuch der Geschichtsdidaktik Seelze-Velber, Kallmeyer'sche Verlagsbuchhandlung GmbH, 1997

Uwe Uffelmann: Problemorientierter Geschichtsunterricht in: Klaus Bergmann e.a.: Handbuch der Geschichtsdidaktik Seelze-Velber, Kallmeyer'sche Verlagsbuchhandlung GmbH, 1997

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