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1. Absichten des Lernunterrichtes

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Lehrerinformation

Mit Interesse lernen



Gelingt es der Schule eine Identifikation des Schülers mit dem Lerngegenstand herzustellen, dann ist das Lernen besonders wirksam. Mit dem Gegenstand seines Interesses beschäftigt der Schüler sich freiwillig, er erscheint ihm wichtig, reizvoll und interessant. Das Lernen geht fast von selbst, es wird rasch, anstrengungslos und effektiv. Der Schüler strengt sich gerne an und merkt es nicht. Lernen mit Interesse wird von positiven emotionalen Erlebnissen begleitet; der Schüler ist gespannt, er empfindet Freude. Er weiß bereits einiges über den Gegenstand seines Interesses, aber er will mehr darüber erfahren, er will ihn sich handelnd erschließen.

Aus Interesse lernen ist ein Glücksfall für die Schule. Die Schülerinteressen und die Lerninhalte decken sich jedoch nur selten.

Erstes Ziel des Geschichtsunterrichts ist es deshalb, das Interesse des Schülers zu wecken. Dadurch wird die Qualität des Lernens positiv beeinflußt; der Schüler verarbeitet sein Wissen tiefer, er versteht es besser und behält mehr und länger. Die Anwendung des Gelernten in anderen Situationen, außerhalb der Schulwelt, wird erleichtert. Der Schüler entwickelt individuelle Interessenschwerpunkte und schafft damit die Basis für eine interesseorientierte Freizeitgestaltung und Berufswahl.

Geschichte gehört zur Bildung. Gelingt es dem Unterricht die Schüler dafür zu interessieren, erhalten sie damit ein Bildungsziel, das über die Schule hinausgeht.

Interesse an der Geschichte ist erste Voraussetzung für ein Gelingen des Unterrichts. Das Spannende, Ferne, Außergewöhnliche an der Geschichte reizt die Kinder. Unterstützen kann die Schule das Interesse unter anderem durch die Einbindung der modernen Medien in den Geschichtsunterricht: PC, CD-ROM, Videokamera....

Gefördert wird das Interesse auch, wenn die Schüler die Gelegenheit erhalten, sich selbst handelnd mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dieses Selbst-Erarbeiten setzt eine Vorstrukturierung des Themas, eine Anpassung an die Möglichkeiten des Schülers voraus. Auch sollen dem Schüler Wahlmöglichkeiten angeboten werden. Diese Spielräume sind Voraussetzung für ein selbständiges, selbstgesteuertes Arbeiten. Während der Arbeit ist es die Rolle des Lehrers, die Schüler in ihrem Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Dazu trägt ein partnerschaftliches und einfühlsames Unterrichtsklima bei. Auch wirkt das Interesse, das Engagement der Lehrperson für das zu Lernende ansteckend auf die Schüler. Vor allem aber wird der Lehrer darauf verzichten müssen, ein bereits voll durchorganisiertes Wissen den Schülern übermitteln zu wollen; vielmehr wird er sich auf die kognitiven Denkmuster der Schüler einlassen müssen und sich stärker auf die Lernprozesse als auf die richtigen Antworten konzentrieren.


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