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Lehrerinformation
Die Absichten des Geschichtsunterrichts- Das Interesse der Schüler für die Geschichte zu wecken ist das wichtigste Ziel des Geschichtsunterrichts in der Primärschule. Sie sollen Freude an der Geschichte gewinnen und dazu bewegt werden, sich intensiver mit geschichtlichen Themen zu befassen. Durch ihr Interesse fühlen sie sich betroffen, bewegt vom Schicksal ihrer Vorfahren. Mehr dazu im Kapitel "Mit Interesse lernen". - Quellenarbeit ist das zentrale Element des Geschichtsunterrichts. Dazu ist eine Vielzahl von Kompetenzen notwendig, die es gilt nach und nach aufzubauen. Siehe dazu das Kapitel "Quellenarbeit". - In der Ortschaft oder in der weiteren Umgegend gibt es eine Reihe geschichtliche Spuren, die der Schüler erkennen, erforschen und interpretieren soll. - Die Schüler sollen einige wichtige Methoden der geschichtlichen Forschung kennenlernen. - Die Schüler lernen die historischen Ereignisse zeitlich einzustufen, sie entwickeln ein Zeitbewußsein. - Die Schüler lernen Berichte aus der Vergangenheit kritisch zu hinterfragen. Sie sollen den Unterschied machen zwischen historisch belegten, vermuteten und imaginären Ereignissen. - Geschichte ist nicht statisch, sie ist immer in Bewegung. Die Schüler erkennen die Ursachen der Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Zukunft. - Geschichtliche Ereignisse müssen aus verschiedenen Perspektiven gesehen werden. Unsere Betrachtungsweise soll denjenigen der beteiligten Akteure gegenübergestellt werden. - Die politischen und sozialen Strukturen der behandelten Gesellschaftsformen sind sehr verschieden von der heutigen demokratischen Gesellschaft. Die Schüler lernen die einzelnen politischen und sozialen Schichten und ihre Rolle in der Gesellschaft kennen. So erfahren sie, wie die Menschen in der Vergangenheit in unseren Gegenden gelebt haben. Das trägt entscheidend zum Aufbau ihrer eigenen Identität in unserer Gesellschaft bei, wie es auch die Integration der ausländischen Schüler unterstützt. - Außerdem werden die Schüler dazu angehalten, mit ethischen Maßstäben an die Ereignisse heranzugehen und ihre Maßstäbe mit denjenigen von früher zu vergleichen. Die Erkenntnisse des Geschichtsunterrichts ermöglichen das Lernen aus der Geschichte. Damit soll der Geschichtsunterricht in entscheidendem Maße zur Erziehung zu Demokratie, zu Toleranz, zu Urteilungsvermögen und Kritikfähigkeit beitragen. - Es ist nicht das Ziel des Geschichtsunterrichts, beziehungslose Wissensbrocken zu vermitteln sondern Begriffe aufzubauen. Begriffe sind verallgemeinerte Resultate von Wahrnehmungen und Erfahrungen; es sind komprimierte Einsichten, die die Lernvorgänge verdichten und speichern. Beim Aufbau des Begriffs "Lehnswesen" zum Beispiel werden die Schüler aufgefordert, die Ursachen der einzelnen Wissenselemente zu klären und die Absichten zu erforschen, die dazu führten. Vorhandenes Wissen wird schrittweise mit neuem Wissen verknüpft, neue Beziehungen entstehen, die die vorhandenen Vorstellungen erweitern und bereichern. Ein derartiger Aufbau von Wissensnetzen hilft dem Schüler sich in seinem Wissen zurechtzufinden. - Natürlich vermittelt der Geschichtsunterricht auch historisches Wissen, das desto umfassender wird, je stärker die Schüler sich von der Geschichte betroffen fühlen.
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