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Die Basis des Geschichtsunterrichts ist das Quellenstudium. Siehe dazu das Kapitel "Quellenarbeit". Mehrere Annäherungsweisen sind möglich. 1. Eigenständiges Erarbeiten durch die Schüler Nach einer kurzen Einstimmung werden die Schüler dazu aufgefordert, Material zum zu behandelnden Thema zu sammeln (zu Hause, in der Schulbibliothek, auf CD-ROM, im Internet). Arbeitsteilige Gruppen werden gebildet, die jeweils einen Aspekt des Stoffes mittels des vorhandenen Materials ausarbeiten. Zum Schluß tragen sie der Klasse das Ergebnis ihrer Arbeit vor. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse kann verfaßt werden und an die Mitschüler verteilt werden. 2. Das Erarbeiten im Klassenverband mit Hilfe von Folien Die Einheit wird mit Hilfe der Transparente erarbeitet. Die Schüler äußern sich zu dem gezeigten Bild, der Lehrer hinterfragt die Aussagen und gibt zusätzliche Erläuterungen. 3. Projektarbeit Die Klasse kann sich auch von den vorgegebenen Inhalten lösen und ganz andere Aspekte erarbeiten. Dabei kann sie stärker auf die lokalen Gegebenheiten eingehen. Befindet sich eine Burg in der Nähe, wird diese natürlich studiert, anstelle der Einheit im Buch über die Burg Bourscheid. Eine Klasse von Echternach behandelt die Stadt im Mittelalter mit eigenem Quellenmaterial. - Eine kurze Einstimmung hat als Ziel, die Schüler neugierig zu machen. Sie sollen dazu gebracht werden, sich zu dem zu behandelnden Thema Fragen zu stellen. - In einer zweiten Etappe suchen sie Informationen zu diesem Thema: in Büchern, auf CD-ROM, im Internet, bei den Eltern, bei einem Spezialisten... - Sie sammeln die Informationen und unterziehen sie einer kritischen Analyse. Sie klassieren sie und fixieren sie gegebenenfalls auf einer Zeitleiste. - Sodann formulieren sie die gefundenen Informationen in ihrer eigenen Sprache und vermitteln sie an ihre Mitschüler durch einen Vortrag oder durch eine schriftliche Darstellung. - Sie verarbeiten das Resultat ihrer Nachforschungen fächerübergreifend, um daraus eine Ausstellung zu realisieren, einen Beitrag zur Schulzeitung oder zur Internetseite der Schule. Sie integrieren dabei Fotos, Zeichnungen, Rekonstruktionen, Modelle, Statistiken... Für den Fall, daß die Schule nicht über eine Internetseite verfügt, stellt die Geschichtsgruppe bereitwillig ihre Seite zur Verfügung. Jede Klasse ist herzlich eingeladen, ihre Arbeit auf dieser Seite zu veröffentlichen. Adresse: cte.lu/histoprim. - In Rollenspielen oder in kurzen Theaterstücken stellt die Klasse ihren Mitschülern oder den Eltern ihre Arbeit vor. 4. Handlungsorientierter Unterricht Um den Schülern einen gefühlsmäßigen Bezug zum behandelten Thema zu ermöglichen, muß man ihnen die Möglichkeit geben, sich die Geschichte handelnd zu erschließen. Die Arbeitsblätter enthalten zu jeder Einheit eine Reihe Bastelarbeiten, Kochrezepte, Rätsel... In den methodologischen Hinweisen im Lehrerhandbuch werden weitere Vorschläge aufgezählt, wie die Schüler geschichtliche Arbeitsgänge nachvollziehen können. Rollenspiele sind eine weitere Möglichkeit, die Geschichte handelnd zu erleben. Außerdem erlauben sie die Betrachtung des Stoffes aus verschiedenen Perspektiven. 5. Besichtigungen In den methodologischen Hinweisen zu jeder Einheit werden Museumsbesuche vorgeschlagen. Auch wird auf historische Spuren hingewiesen, die im Rahmen der einzelnen Themen besichtigt werden können. Dabei soll man möglichst langweilige Führungen meiden. Mit Hilfe eines vorher ausgearbeiteten Arbeitsblattes sollen die Schüler das Ziel der Besichtigung selbst entdecken und gezielt die Informationen suchen, die für die Erarbeitung des gegebenen Themas wichtig sind. 6. Herstellung einer Zeitleiste Die Zeitleiste gibt den Schülern die Möglichkeit, den zeitlichen Zusammenhang der behandelten Themen räumlich darzustellen. Schon im Mittelgrad versucht der Schüler im Rahmen des Eveil aux Sciences-Unterrichts, wenn die Geschichte seiner Familie behandelt wird, die einzelnen Ereignisse (Geburten, Todesfälle, Familienfeste) auf einer Zeitleiste zu visualisieren. Die großen Zeiträume, die im Geschichtsunterricht behandelt werden, sind für ihn nur zu verstehen, wenn er sie räumlich vor Augen hat. Das wird ermöglicht durch die Herstellung einer Zeitleiste. Die Schüler malen Bildchen über die Lebensweise und über die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse in dem behandelten Zeitalter. Diese Zeichnungen werden, ev. zusammen mit einigen wichtigen Merkwörtern, an der Wand des Schulsaals befestigt. Bei der Ausarbeitung und Herstellung der Zeitleiste sollen die Schüler weitgehend ihre eigenen Ideen verwirklichen dürfen.
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